Obwohl der Spielverlauf etwas frustrierend erscheint, behalten die Servettiennes dank diesem Remis gegen ihren direkten Verfolger den ersten Tabellenplatz.  


Von Anfang an dominierten die Grenat ihren Gegner in allen Belangen. Die Spielerinnen konnten mehrmals die gegnerische Abwehr überlaufen und hatten im Mittelfeld die Spielkontrolle, dementsprechend erarbeiteten sie sich alle eigentlichen Torchancen der ersten Halbzeit. In der 14. Minute kam Léonie Fleury auf der linken Seite davon und konnte Maeva Sarrasin bestens bedienen, die es allerdings aufgrund des Druckes einer Baslerin nicht schaffte, diesen Traumpass zu verwerten.

Ein paar Minuten später ging der Servette FCCF nach einer Musteraktion in Führung. Amandine Soulard kombinierte auf der rechten Seite mit Kapitänin Maeva Sarrasin, Valérie Gillioz schob dann den Ball zwischen die Linien zu Sandy Maendly. Die Schweizer Internationale chippte den Ball in den Strafraum und Léonie Fleury berührte ihn nur das Nötige, um die hinauslaufende Torhüterin zu düpieren (18.).

Maendlys Mitspielerinnen kontrollierten das Spiel bis zur Pause, ohne jedoch den Spielstand zu erhöhen. Das wurde ihnen unmittelbar nach der Pause zum Verhängnis, als Arfaoui einen Konter erfolgreich abschloss (48.). Die Servettiennes liessen sich möglicherweise von den aggressiven Zweikämpfen aus der Fassung bringen und zeigten eine zehnminütige Schwächephase, nach der sie plötzlich nach einem Tor von Jenzer (53.) in Rückstand gerieten.  

Auf Veranlassung insbesondere von einer entfesselten Amandine Soulard gewannen die Servettiennes wieder die Oberhand und erarbeiteten sich zahlreiche Torchancen. Nach einer Aktion, die auf der linken Seite angefangen hatte, fiel der Ausgleich von Sandy Maendly (62.), auf die Soulard perfekt ablegen konnte. Trotz übermässiger Überlegenheit änderte das Ergebnis nicht mehr (2-2).

Das Resultat ist aufgrund des Spielverlaufs etwas enttäuschend, weil die Genferinnen 80 Minuten lang überlegen waren, allerdings ist es rechnerisch nicht so schlecht, da Basel somit in der Tabelle hinter Servette bleibt. Nach dem Remis zwischen Zürich und YB am Sonntag steht Servette weiterhin an der Tabellenspitze (13 Punkte), der FC Basel ist Zweiter (11 Punkte), bestritt allerdings ein Spiel weniger. Auf dem dritten Platz stehen der FC Zürich, der FC Luzern und YB, die allesamt 10 Punkte aufweisen.  

Am nächsten Wochenende reist Servette nach Sankt-Gallen. Das Spiel gegen den FC St. Gallen-Staad (6.) findet am Samstag um 16 Uhr statt.