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Die erst 22-Jährige kam im Sommer zu Servette und weist eine sechsjährige Erfahrung in der französischen Spitze auf. Servettes Nummer 23 schoss das erste Saisontor gegen Lugano und traf zweimal gegen Luzern.


Wie begann deine Fussballgeschichte?

Ich spielte auf dem Pausenplatz Fussball, ich wollte es im Verein versuchen und sagte es meinem Vater. Mit 10 begann ich bei Annecy-Le-Vieux. Ich spielte mit den Jungen.

Hast du schon immer davon geträumt, auf Spitzenniveau zu spielen?

Von Anfang an sagte ich: «Wenn ich gross bin, will ich meinem Namen auf dem Trikot.» Ich hatte Lust, mich mit den Grossen zu messen und auf Spitzenniveau zu spielen. Ich freue mich, dass die Trikots bei Servette neu mit den Namen geflockt werden.

Wann wurde es für dich ernst?

Als ich zum Nachwuchsstützpunkt von Vaulx-en-Velin kam und als ich zur AS Saint-Étienne wechselte.

Um seine Träume zu verwirklichen, muss man auch viel Opfer bringen…

Ja, das Schwierigste war es, weit weg von der Familie zu sein. Dann war es auch wichtig, auf und neben dem Platz zu arbeiten.

Was hast du neben dem Fussball studiert?

Ich legte mein Matura ab, danach studierte ich Sport- und Bewegungswissenschaft und nun arbeite ich mit Kindern, die eine Behinderung haben.

Du wurdest für die U19-Nationalmannschaft Frankreichs aufgeboten. Wie fühlt es sich an, die Farben seines Landes zu tragen?

Ich hatte das Glück, an der ersten EM-Eliterunde 2013-2014 teilzunehmen. Ich hatte in den drei Spielen keinen Einsatz, aber rein schon das Aufgebot machte mich sehr stolz.

Was ist deine beste Erinnerung an Saint-Étienne?

Das französische Pokalfinale [sie wurde mit erst 16 2013 gegen Lyon eingewechselt]. Aber auch das Halbfinale gegen den PSG war eine grossartige Erfahrung.

Du bist Stürmerin. Spielst du lieber im Zentrum oder auf der Seite ?

Ich spiele gerne auf der Seite, so kann ich meine Schnelligkeit gelten lassen, aber ich kann auch problemlos im Zentrum spielen.

Vor zehn Tagen konntest du für das Freundschaftsspiel in l’Etivallière nach Saint-Étienne zurückkehren. Wie hast du dich gefühlt ?

4 Jahre lang war ich nicht mehr dort gewesen, deswegen hat es mich natürlich sehr gefreut ! Ich habe sehr gute Erinnerungen. In Saint-Étienne spielte ich zum ersten Mal mit Mädchen.

Wie beurteilst du das Niveau von Servette im Vergleich zur ASSE ?

Der französische und der Schweizer Fussball sind unterschiedlich. In der Schweiz spielt die Physis eine grosse Rolle, in Frankreich viel weniger. Deswegen denke ich, dass ein Vergleich schwer zu machen ist.

Als du in Saint-Étienne anfingst, spieltest du mit Amandine Soulard, die im Sommer auch zu Servette kam. Was wird sie dem SFCCF mitbringen ?

Dank zahlreichen Spielen in der französischen D1 wird sie ihre Erfahrung mitbringen. Aber sie hat auch einen unbändigen Siegeswillen.  

Was ist dein erster Eindruck von der Mannschaft ?

Es gibt eine gute Gruppe, die Arbeitsstimmung ist grossartig, ich denke, dass wir dieses Jahr Einiges erreichen können!

Am Wochenende wurdest du zur Pause eingewechselt, als Servette mit 2-1 hintenlag. Du hast einen Strafstoss geholt und hast zwei Tore geschossen. Kannst du uns deine Tore beschreiben ?

Beim ersten Tor mache ich Druck auf die Verteidigerin, die den Ball verliert. Ich schiebe den Ball links ein. Das zweite Tor erzielte ich nach einer Flanke per Kopf. Meine Rolle, wenn ich reinkomme, ist es, Tore zu schiessen. Wir hatten viel Ballbesitz und wir hatten trotz den zwei Gegentoren eine gute erste Halbzeit gespielt. Ich hatte noch mehr Motivation, als ich in dieser Situation eingewechselt wurde.  

Hast du die Schweiz gut gekannt, bevor du zum Spielen hierhergekommen bist ?

Da ich aus Annecy komme, kannte ich die Schweiz ein bisschen, aber nicht gut.

Welche Vorstellung hast du von unserem Land ?

Für mich gibt es in der Schweiz eine positive Einstellung und mit der Zeit, die ich hier verbringe, bestätigt sich dieser Gedanke.

Lieber Fondue oder Raclette ? es plutôt fondue ou raclette ?

TARTIFLETTE ! [lacht] Ich mag alle typischen Gerichte.

Denkst du, dass der Assistent und Athletiktrainer Jérémy Faug-Porret, diese Antwort gutheissen wird ?

Solange die Leistungen auf dem Platz stimmen, ja.

Welchen Song hast du zum Einstand gesungen ?

Mit Maeva [Muino], Alban [Guibout, Torhüterinnentrainer] et Gaëlle [Thalmann] sang ich « Ramenez la Coupe » von Vegedream, allerdings änderten wir den Text ab, um über unsere Mitspielerinnen zu singen.

Was sind deine Ziele für diese Saison ?

Persönlich will ich Tore schiessen und mich in der Startelf etablieren. Mit der Mannschaft will ich die Champions League erreichen.

Wie würdest du dich mit drei Wörtern menschlich beschreiben?

Ambitioniert, grosszügig und entschlossen.

Wie erlebst du die Mannschaft vor dem grossen Spiel gegen den Schweizer Meister, den FC Zürich, am Samstag um 15 Uhr in Balexert?

Sehr gut, wir kommen aus zwei Siegen. Wir müssen auf diesem eingeschlagenen Weg weitergehen. Es ist das Ziel, weiter an uns zu arbeiten, und dann werden wir sehen, wo wir stehen.