Die Grenat spielen auswärts bei einer Mannschaft, welche noch ungeschlagen ist, mit dem Ziel, den 6-1-Sieg vor zwei Wochen gegen Lugano zu bestätigen.


Kehrte die Länderspielpause, welche sehr früh in der Meisterschaft stattfand, den Trend um? Eine solche Frage ist immer schwer zu beantworten. Für die Servettiennes, die aus einem wunderschönen Sieg vor zwei Wochen gegen Lugano (6-1) kommen, hoffen wir, dass die Antwort «nein» lautet.

Am dritten Spieltag müssen sie dieses gute Ergebnis im ersten Heimspiel der Saison gegen einen zurzeit besser klassierten Gegner bestätigen. Die Luzernerinnen starteten mit einem unglaublichen Remis gegen Basel (3-3 nach einer 3-0-Führung) in die Meisterschaft und dominierten YB (1-2) in Wyler, da wo sich Servette am ersten Spieltag die Zähne ausbiss (1-0). Ein Sieg auf der Allmend würde bedeuten, dass man den Verein aus der Zentralschweiz eine Woche vor dem Heimspiel gegen den grossen FC Zürich überholen würde.

Letzte Saison waren die Begegnungen gegen Luzern ein guter Gradmesser der Steigerung und des Formzustandes des Servette FCCF. Der schmerzhaften Kennenlernphase der NLA, die mit einem 7-0 im Oktober auf der Allmend endete, folgte eine Phase der Angleichung (2-2) im Dezember. Danach kam eine Siegperiode im März, wovon die Auswärtsfahrt nach Luzern keine Ausnahme bildete (0-2). Am Ende der Saison reihten sich Verletzungen aneinander und man verlor knapp (3-2). Trotz dieser leicht negativen Bilanz beendeten die Servettiennes die Meisterschaft auf dem vierten Platz mit einem Punkt Vorsprung auf die Luzernerinnen.

In Luzern kommt die Bedrohung besonders von einer Frau: Irina Pando, die letzte Saison wie Maeva Sarrasin Torschützenkönigin (17 Tore) wurde, erzielte bereits fünf Tore in zwei Spielen. Nach einem Hat-Trick im Eröffnungsspiel und ihren zwei Toren gegen YB erzielte sie bisher alle Tore ihrer Mannschaft in der laufenden Meisterschaft. Bei Servette hingegen konnten bisher sechs Spielerinnen je ein Tor schiessen. Wir hoffen also, dass die Gefahr für die Luzerner Abwehr von allen Seiten kommen wird.