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Massimo Lombardo ist seit dem 1. Juli technischer Leiter der Akademie. Er gewährte uns ein paar Minuten seiner wertvollen Zeit, um auf seine ersten zwei Arbeitsmonate bei den Juniorenmannschaften des SFC zurückzukommen.


Wie verlief dein Amtsantritt am 1. Juli?

Sehr gut. Letzte Saison war ich oft in Balexert anwesend und es erlaubte mir, mich bestens auf meinen Amtsantritt vorzubereiten. Ich spüre eine gute Dynamik und ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Bereitschaft und ihr Engagement. Es sind intensive Wochen mit zahlreichen Sitzungen, die entweder mit den Spielern und deren Eltern oder mit den unterschiedlichen Instanzen der Akademie, der Partnerschaften und des kantonalen Fussballs stattfinden.   

Wie verbrachst du deine Zeit, seitdem dein Einsatz in Basel zu Ende ging und bis du zum SFC kamst?

In diesen letzten Monaten verbrachte ich viel Zeit damit, Fussballsiele jeglichen Niveaus zu analysieren. Dieses Beobachten half mir, einige Ideen zu festigen, und vor allem mich auf die Aspekte zu konzentrieren, welche die Mannschaften regelmässig offensiv und defensiv in Schwierigkeiten bringen. Gewisse Verhaltensweisen wiederholen sich auf allen Stufen. Die Spielphilosophie, die ich hier implementieren möchte, konzentriert sich deswegen auf die Einstellung und die Verhaltensweisen, die es braucht, um einen Gegner individuell und kollektiv zu dominieren.

Was sind die Vereinsziele für die Akademie?

Die Spieler sportlich und menschlich zu entwickeln ist das Ziel. Sportlich, damit unsere talentierten Nachwuchsfussballer die Mittel bekommen, um sich im professionellen Fussball zu etablieren. Menschlich liegt unser Schwerpunkt auf der Solidarität, auf der Selbsthingabe und der Opferbereitschaft. Viele Jugendliche kommen mit den Trikots der besten Mannschaften der Welt zur Akademie. Das zeigt sowohl ihre Träume als auch ihre Ambitionen. Um diesen Traum zu verwirklichen, oder um diese Ambition zu festigen, muss der Jugendliche verstehen, dass es menschlich und sportlich hohe Ansprüche an sich selbst braucht.

Steht für dich die individuelle Entwicklung eines Spielers vor der Gesamtentwicklung einer Mannschaft?

Fussball ist als Ganzes zu sehen, man kann die jeweiligen Teile nicht voneinander trennen. Der Spieler muss die individuellen Fähigkeiten haben, um an jeder Spielaktion mit seinem Talent und seinem Instinkt gekonnt teilzunehmen. Allerdings konzentrieren wir uns auch auf die kollektiven Aspekte, die kontinuierlichen Verbindungen zwischen den Spielern.

Alle Elitemannschaften bestritten bereits drei Spiele. Wie beurteilst du ihren Saisonstart?

Die Betreuung und die Entwicklung von talentierten Nachwuchsspielern sind ein langer Weg und es wäre oberflächlich, eine Bilanz nach drei Spielen zu ziehen. Der Sieg kann trügerisch sein, wenn er keine Reflektion mehr mit sich bringt. Die Niederlage kann eine grosse Entwicklungsressource sein, weil sie zur Lösungsfindung veranlasst. Der Weg ist lang und alles, was es braucht, sind hohe Ansprüche von den Spielern, aber auch von den diversen Trainerstaffs.

Ein Wort über die U21. Drei Siege in drei Spielen, ist es ermutigend? Was sind die Ziele dieser Mannschaft?

Ich wiederhole mich zwar, aber die Resultate sind trügerisch. Die individuelle und kollektive Entwicklung unserer Akademie muss Vorrang haben, auch vor den Resultaten. Nichtsdestotrotz sehe ich, dass die Spieler und der Staff dieser Mannschaft in jedem Training Leidenschaft, Spass und Lernfreude zeigen. Mein Gefühl ist, dass die Gruppe das am Wochenende erntet, was sie während der Woche sät. Und das ist äusserst erfreulich.